Maulburg. Zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Natzweiler führte ein gemeinsamer Ausflug von Gemeinde und TuS Maulburg. Die Stätte des ehemaligen Lagers Natzweiler ist ein Ort der Erinnerung und der Besinnung, ein in den Vogesen verankertes Zeugnis der Geschehnisse, die sich vor über sechzig Jahren im Herzen Europas abgespielt haben. Am 21. Aprill941 errichten die Nazis an einem "der Struthof" genannten Ort das Konzentrationslager Natzweiler. Das Hauptlager war das einzige Konzentrationslager auf französischem Boden und lag im damals besetzten Elsass.Wie wichtig es ist, dass neben Schülern auch Erwachsene diese Gedenkstätte besuchen, zeigte sich bei den Diskussionen am Ende der Fahrt. Man müsse alles tun, damit sich solche Gräuel nicht mehr wiederholen, sagte TuS-Präsident Bruno Sahner, der sich für grenzüberschreitende Aktivitäten einsetzt.

Zuerst fuhr die Gruppe zum historischenStruthof, welcher mit Hilfe der EU restauriert wird. Da bei bekam man einen Eindruck von dem Konzentrationslager, das den Nationalsozialisten auch für medizinische Experimente diente. Laut Reisebegleiter Patrice Zindy haben in diesem Lager zwischen 1941 und 1945 22000 Menschen ihr Leben verloren. Die Deportierten im Lager Natzweiler kamen aus ganz Europa. Als Zwangsarbeiter waren sie , unter anderem in Steinbrüchen tätig und mussten mit einer minimalen Ration an Essen, zusammengepfercht in den mehrstöckigen Betten der Baracken leben.Nach diesen Eindrücken ging es mit dem Bus vorbei an der Gaskammer zum Memoral de I' Alsace-Moselle Schirmeck.
Diese Einrichtung vermittelt auf 3000 Quadratmetern die Atmosphäre dieser bewegten Periode zwischen 1870 und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Abschließend wird im Memorial die deutschfranzösische Aussöhnung als Grundstein des auf Frieden basierenden europäischen Aufbaus präsentiert. Beeindruckt von dem erlebten und der bildgewaltigen Darstellung waren die meisten Teilnehmer der Ansicht, dass notwendig ist, über die Vergangenheit zu informieren um zu verhindern, dass sich die Geschichte wiederholt.

TuS-Präsident Bruno Sahner dankte am Schluss den Führern dem Direktor, der die Gedenkstätte extra ftir die Maulburger Gruppe am 1. Mai geöffnet hatte, sowie dem französischen Vertreter der Lafa, Patrice Zindy, und auch der Gemeinde Maulburg für die Unterstützung dieser Informationsfahrt, die für Sahner einen Beitrag zur deutschfranzösischen Freundschaft darstellt.

Gedenkstätte des Elsasses und der Moselle. Foto: zVg

Geschichte darf sich nicht wiederholen

Fahrt von Gemeinde und TuS zum Memoral de I' Alsace-Moselle Schirmeck