Sehr früh war die Abfahrt zum Tagesausflug nach Speyer angesagt, wo die über 50 Teilnehmer bei herrlichem Wetter einen schönen Tag erleben konnten. Dank den Ferien hatte man eine gute Anfahrt zu verzeichnen. In Speyer erwarteten 2 Reiseführer die Gruppe, um die Stadtführung in 2 Leistungsgruppen durchzuführen. Den Teilnehmern wurde nun erst bewusst, welch bedeutende Stadt Speyer ist. Natürlich spielt der Dom dieser Stadt eine große Rolle. Bereits 1025 hatte der salische König mit dem Bau der größten Kirche des Abendlandes begonnen. Von dem Mittelalter bis in die Neuzeit spielt das große Bauwerk immer wieder eine Rolle. In den vielen Kriegen wurde mitunter der Dom geschützt und im nächsten Krieg aber zerstört. In Bauphasen 1061, 1106, 1689, 1756, 1778, 1858, wurde der Dom vergrößert oder wieder aufgebaut. Bedeutende Skulpturen und Grabmale aus dem 13. bis 19. Jahrhundert befinden sich im Dom. 1981 wurde er in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Aber auch interessantes von den Sehenswürdigkeiten der Stadt war zu hören. So u.a. der alten Münze seit 1748, Fischmarkt, Historisches Rathaus. Informationen gab es auch über den Reichstag in Speyer und die Aussagen Luthers. Eine große bedeutende Rolle spielte das Jüdische Erbe.

Speyer, die Domstadt, besucht von der Freizeit-u. Breitensport-Reisegruppe des TuS Maulburg

Zwischen 1084 und 1349 entfaltete sich in Speyer ein reiches jüdisches Gemeindeleben. Steinerne Zeitzeugen dieser Vergangenheit sind die Ruinen der Synagoge und das Ritualbad im Judenhof, das auch besichtigt wurde. Bischof Rüdiger Huzmann war es, der 1084 die Juden in Speyer ansiedelte und mit Privilegien ausstattete. Mit dem Judenhof wurde ein kultisches Zentrum geschaffen, auch baute man eine Männer-und Frauensynagoge. Die Juden pflegten und verfügten über weitreichende wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen. Großes Ansehen auf der Welt hatten die 2 Weisen von Speyer, Gelehrte, die vor allem in Rechtsfragen von anderen Ländern angesprochen wurden. Im Jahre 1689 wurde bei der Zerstörung Speyers auch die Jüdische Gemeinde und Synagoge zerstört, die heute z.T. wieder aufgebaut wurde. Nach diesen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und Informationen wurde, wie könnte es anders sein, von Bruno Sahner RL zu einer typischen Pfälzer Mahlzeit natürlich mit Saumagen eingeladen. Nach dem Besuch der Grabstätte von Altkanzler Kohl wurde die Heimfahrt angetreten und die sehr zufriedenen Teilnehmer denken gerne an den schönen Tag mit der TuS Reisegruppe zurück.

Bild und Text:  Quelle Bruno Sahner