Von den 60 Kindern im Alter von acht bis zwölf Jahren, die heuer in Maulburg teilnahmen, waren etwa zehn vom heimischen Verein, zwei Drittel hatten in der Vergangenheit bereits teilgenommen. Mehr als 30 Trainer – Sportstudenten, meist bereits mit Trainerlizenz – sind bei den Camps im Einsatz. Die Vermittlung fußballerischer Fertigkeiten geht dabei immer auch mit Fair Play und einem solidarischen Umgang einher. In Maulburg erhielten Jann Schröder und Marit Doster vom Camp-Leiter den Fairplay-Preis. "Dieser Preis wird nicht in jedem Camp verliehen", erklärte Philipp Temmes. Marits Team hatte am Turniertag einige Niederlagen einzustecken, doch Marit, eins von drei Mädchen im Camp, steckte nie auf. Stattdessen munterte sie unentwegt ihr Team auf. Jann war überaus hilfsbereit und half freiwillig bei Aufräumarbeiten. Bereits im Vorjahr hatte er diesen Preis eingeheimst. Bei der Siegerehrung wurde das Füchsle-Abzeichen in Gold, Silber und Bronze verliehen. Auch die Sieger der Wettbewerbe wie Elfmeterkönig, Lattenkönig oder Stinkeschuhgolf – bei dem der Schuh des Trainers möglichst nah angespielt werden muss – wurden gekürt. Alle Teilnehmer erhielten Medaillen und SC-Freiburg-Sportbeutel, ein Trikot, einen Ball und eine Trinkflasche. Artur Huber wurde der Schreihalskönig, der seinen Jubelschreilauf quer über den Platz vor allen Eltern nochmal vorführte. Großes Lob erhielt der TuS Maulburg für die Organisation.

 

 

 

 

 

  

Beim dreitägigen Füchsle-Camp des SC Freiburg in Maulburg wurde so mancher fußballerische Kniff vermittelt – und Freude am Fußball.

MAULBURG. Es gehe nicht um Talentsuche, sondern vielmehr um den Spaß am Fußball – und natürlich wolle man für den südbadischen Bundesligisten begeistern, erklärt Camp-Leiter Philipp Temmes: Zum fünften Mal war der SC Freiburg mit seinem Füchsle-Camp zu Gast beim TuS Maulburg. Rund 60 Kinder nahmen teil. Nicht nur fußballerisch haben die Kinder in diesen drei Tagen so einiges gelernt. Auch für den Stadionbesuch in Freiburg, der allen Campteilnehmern in der nächsten Bundesliga-Saison noch ermöglicht wird, sind die Kinder gut gerüstet. Die Stadionhymne "SC Freiburg vor" wurde in den drei Tagen mehrfach gemeinsam intoniert. Das Team, das dabei am lautesten mitgrölte oder sogar noch besondere Jubelposen kreierte, durfte zuerst zum Mittagessen in die Stadiongaststätte – Ansporn genug, um Stimmung wie im Stadion zu verbreiten. Und damit den Kindern auch schon mal die Spielernamen geläufig sind, erhielten die Teams Namen von SC-Idolen wie Petersen, Schuster, Söyüncü, Koch und Schwolow. Bei den Gruppen zum Füchsle-Abzeichen gab es neben anderen bekannten Namen auch Teams der beiden Neuzugänge Luca Waldschmidt und Dominique Heintz. Am ersten Tag wurden Grundlagen geübt wie Koordination, Torschuss und Passspiel. "Da konnte ich mir ein paar Dinge fürs eigene Training abschauen", freute sich TuS-Jugendleiter Patrick Stirn, der an allen drei Tagen vor Ort war und den fünf Trainern einiges an Arbeiten abnahm. Im Vergleich zum Vorjahr sei viel Neues dabei gewesen. Die Trainingsinhalte entsprechen der Philosophie der Freiburger Fußballschule und sind auch an das Training der Jugendmannschaften des SC Freiburg angelehnt. Das Turnier mit gemischten Teams am zweiten Tag variiert je nachdem, welches große Turnier aktuell ansteht – diesmal die WM in Russland. In Maulburg stand Deutschland immerhin im Finale, verlor allerdings gegen Argentinien und wurde Vizeweltmeister. Stationentraining stand am letzten Tag auf dem Programm. Im Mittelkreis befand sich eine Trickinsel, auf der nach Herzenslust Finten geschlagen werden konnten. Wer allerdings ins "Haigebiet" außerhalb geriet, konnte sich nur durch ein paar Kängurusprünge retten. Übersteiger und der Zidane-Trick, bei dem man sich einmal um die eigene Achse und dann auch noch um den Gegner dreht, wurden zunächst geübt und dann mit anschließendem Torschuss ausprobiert. Großen Spaß hatten am Nachmittag auch die Eltern und Geschwister, die gegen die Nachwuchsfußballer kicken durften oder sich im Vulkan-Torschuss, bei dem man den Ball von einem Hütchen ins Tor schießen muss, messen konnten. Bei den Füchsle-Camps, die bei jährlich 30 Amateurvereinen der Region stattfinden, darf jeder mitmachen, sofern er sich rechtzeitig anmeldet, denn die 60 Plätze bei diesen Fußballfreizeiten sind immer schnell ausgebucht.

 

Voller Einsatz – eine Szene aus einem Trainingsspiel. Foto: Monika Weber       Bild und Textrechte BZ      http://www.badische-zeitung.de/maulburg/kaenguruspruenge-und-zidane-tricks