Spaß beim Schrumpf-Fußball Dreitägiges Füchsle-Camp beim TuS Maulburg Jungkicker begeistern sich beim Fußballtraining für den Sportclub Freiburg.

Quelle : Text und Bilder BZ

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MAULBURG. Zum vierten Mal war der SC Freiburg mit seinem Füchsle-Camp zu Gast beim TuS Maulburg. Drei Tage drehte sich bei 60 Kindern zwischen 6 und 13 Jahren alles ums Passen, Dribbeln, Finten schlagen und Tore schießen wie die großen Vorbilder – alles ohne Leistungsgedanken, aber mit viel Spaß. Beim Maulburger Füchsle-Camp waren nach getaner Arbeit nicht nur die Kinder, sondern auch Campleiter Tobias Barth begeistert. In Maulburg war nicht nur das Wetter "sensationell", so Barth, auch die Bedingungen, die man beim gastgebenden Verein vorfand, waren vorbildlich. Mit fünf lizenzierten Fußballtrainern und Sportstudenten wurde meist in Kleingruppen trainiert, die nach den Freiburger Profis benannt wurden. Am Vormittag fand das Teamtraining statt, nachmittags gab es immer ein besonderes Programm wie das Füchsle-Abzeichen, das es in Gold, Silber und Bronze gab, die Mini-Champions League oder zum Abschluss den Familien-Nachmittag. Die auf dem Rasen vermittelten Trainingsinhalte entsprechen der Philosophie der Freiburger Fußballschule und sind auch an das Training der Jugendmannschaften des SC Freiburg angelehnt. Die Vermittlung fußballerischer Fertigkeiten steht dabei immer im Zeichen von Fair Play und eines solidarischen Umgangs miteinander. Die Übungen wurden so dosiert, dass es zwischendurch immer mal wieder Pausenzeiten gab, sei es beim Schrumpf-Fußball, wo die Teams zahlenmäßig geschrumpft werden oder auch beim Fußball-Quiz, bei dem die Kinder ihr Fußballwissen unter Beweis stellen konnten. Auch "Stinkeschuhgolf" und "Vulkan-Torschuss" gehören zu den Übungen. Passgenau den Ball zu einem abgelegten Schuh spielen erfordert Ballgefühl. Einen Ball, der auf einem Hütchen aufsitzt und von dort aus ohne Bodenberührung ins Tor befördert werden muss, könnte ebenso ruhig sein, wären da nicht die Strafrunden, wenn der Ball den Boden schon vor dem Tor berührt oder gar neben das Tor geht.

 

Bei der Mini-Champions League mit zehn Teams gab es eine Camp-Premiere, da TuS-Organisator Patrick Stirn nicht nur stellvertretender Jugendleiter, sondern auch Schiedsrichter ist. So durfte er das Finale zwischen Barcelona und Juventus Turin leiten, das die Katalanen mit 3:0 gewann. Bisher nur beim Füchsle-Camp mischte unter den europäischen Spitzenteams auch der SC Freiburg mit. Mit einem Sieg im Elfmeterschießen im letzten Platzierungsspiel gegen Real Madrid wurde der Sportclub Fünfter, knapp hinter dem FC Bayern. Im Gegensatz zur echten Champions League bekamen jedoch alle Teilnehmer eine Medaille. Beim Familien-Nachmittag traten die Eltern, Großeltern und Geschwister gegen die Camp-Kinde an. Zur Siegerehrung erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde und eine Vesperbox. Fußballbücher gab es für Teamplayer Enrico, der jedem gestürztem Spieler aufgeholfen hatte, für Jan, den "höflichsten Menschen, den ich je getroffen habe" (Tobias Barth) und für Julika, die sich als eines von vier Mädchen und zudem jüngste Teilnehmerin wacker gegen die Jungs durchgesetzt hat. Auch die Gewinner einzelner Wettbewerbe wie "Zweikampfmaschine", "Lattenkönig", "Vulkankönig", "Stinkeschuhgolfsieger" und Elfmeterkönig wurden ausgezeichnet. Die Teilnehmer des Maulburger Camps dürfen in der nächsten Saison ein Heimspiel des SC im Schwarzwaldstadion erleben. Ein Trikot, ein Fußball und eine Trinkflasche gehörten zur Ausstattung. Neben Wasser gab es auch einen Zaubertrank, ein energiereiches Getränk mit Elektrolyten, das auch die Profis zur Verfügung steht. Bei den Füchsle-Camps, die in den Ferien bei Amateurvereinen der Region stattfinden, darf jeder mitmachen, sofern er sich rechtzeitig anmeldet, denn die 60 Plätze bei diesen Fußballfreizeiten sind oft schnell ausgebucht. Camp-Leiter Tobias Barth: " Wir wollen die Kinder einfach für den Fußball und den SC begeistern. Die Talentsuche steht hier absolut nicht im Vordergrund."