Gerne schauen die 35 Teilnehmer auf diese schöne Reise zurück, welche wiederum ein Volltreffer war. Auch Petrus hatte Einsicht und erst am letzten Flusstag gab es ein Gewitter. Mit der S-Bahn und ICE fuhr man bestens versorgt nach Köln, wo der Transfer auf die Gruppe wartete. Neu war, dass viele das Gepäck vorab versendet haben und dies dann in der Kabine wieder vorfanden. Pünktlich legte das relativ neue Schiff MS River Art von Nicko Cruises um 17 Uhr in Köln ab und bei schöner Abendstimmung auf Deck konnte man die Städte am Niederrhein genießen. Am nächsten Morgen erreichten wir die Grenzstadt Nijmegen, die älteste Stadt Hollands. Bei einem Spaziergang durch den historischen schönen Stadtkern, vorbei an der St. Stevenskerk mit ihrem besonderen Kirchturm und der legendären Statue Mariken auf dem Marktplatz. Vergangenheit und Gegenwart gehen Hand in Hand, historische Teile wechseln sich ab mit moderner Architektur. Nach dem Rundgang ging es wieder zurück zum Schiff, welches sofort die Weiterfahrt antrat. Nach dem schmackhaften Mittagessen konnte man auf dem Deck die Holländische Landschaft genießen. Am nächsten Morgen hatten wir Antwerpen in Belgien erreicht. Bei einer kombinierten Stadtrundfahrt mit einem für die Gruppe extra reservierten Bus und Stadtspaziergang, konnte man sehr viele Eindrücke dieser lebhaften Stadt gewinnen. Ein schöner Marktplatz, die Liebfrauenkathedrale, Burg Stehen sowie Grote Markt waren Baulichkeiten, auf welche Antwerpen stolz sein kann. Einmalig ist der Bahnhof, der seinesgleichen in der Welt sucht. Zu Belgien gehörte natürlich auch ein Brauereibesuch, wo man auch verschiedene Biersorten genießen konnte. Sonntagvormittags war wieder extra ein Bus für uns gechartert um den Antwerpener Hafen, den zweitgrößten Europas mit 14000 Hektar zu besichtigen. Sehr eindrücklich erklärte der Reiseführer, welchem es mit uns besondere Freude machte, was so alles hier im Hafen passiert. Für uns und auch für ihn waren viele Handlungen in den Hafengebäuden ein Rätsel. Über drei Stunden fuhren wir im Hafen wo riesengroße Frachtschiffe angelegt hatten vor den jeweiligen Hafenschuppen wo z.T. Kleinverpackung, Sortieren von Waren, Versand und vieles mehr erfolgte. Um 15 Uhr fuhr das Schiff weiter nach Rotterdam, wo am nächsten Morgen eine Stadtrundfahrt in dieser ganz anderen Stadt erfolgte.

Flusskreuzfahrt Holland /Belgien/Deutschland der TuS Freizeit-Reisegruppe, ein Erlebnis.

Moderne zweckmäßige Bauten, hervorragende Architekturen, ausgebaute Straßen, viele Grünzonen und unzählige Bäume brachten die Teilnehmer ins Staunen. Nun war auch noch Delft, die schönste Stadt in Holland als Ziel vorgesehen. Teppichwebereien in früheren Jahren sorgten für Reichtum, dann folgte auch noch im 17. Jahrhundert die Porzellanmanufaktur. Dank der Niederländischen -Ostindischen Kompanie, wurde chinesisches Porzellan importiert und mit Erfolg vertrieben.// Nun begann man auch in Delft mit der Herstellung der weltberühmten blau-weißen Delfter Ware. Solch eine Manufaktur wurde besucht und viele kauften ein Mitbringsel. Die Kanäle und die wunderschönen Häuser, der alte Marktplatz mit den Historischen Gebäuden und überall Blumenschmuck begeisterte. Die weitere Flussfahrt führte nach Amsterdam, wo ein abendlicher Stadtrundgang privat angesagt war. In kleineren Gruppen der TuS Gruppe flanierte man durch die vielen Straßen mit ihren Kanälen. Aufgrund des guten Liegeplatzes in der Stadt konnte man die berühmten und sehenswerte Plätze gut zu Fuß erreichen, sowie ein Spaziergang durchs berühmte Rotlichtviertel und Altstadt durften nicht fehlen. Bei einem Glas Bier in einem der vielen Straßenrestaurants konnte man das Treiben beobachten. Vorsicht war in Amsterdam geboten, da die Radfahrer und Straßenbahnen das Stadtbild prägen und keine Rücksicht auf die Fußgänger nehmen.

Am Mittwochmorgen war dann Aufbruch mit dem Bus übers Land, vorbei an schönen Windmühlen zu einer kleinen Käserei zu fahren, wo die Gruppe Einblick in das Käsern erhielt. Erstaunt konnte man sein, wie noch ohne viele Hilfsstoffe hier ein Käse produziert wurde in den verschiedensten Sorten. Schwierig war auch die Entscheidung, welche der vielen degustierten Käsesorten mit nach Hause sollten. Zurück in der Stadt ging es dann zur Grachtenfahrt. Ja, eine Grachtenfahrt ist ein Höhepunkt und muss jeder Besucher in Amsterdam machen, nur dann sieht er wie sich die Stadt von Ring zu Ring vergrößert hat. Ob Singel, Herrengracht, die nobelste Adresse in Glanzzeiten, oder Kaisersgracht, führte die Fahrt vorbei an den vielen Kaufmannshäuser, Hausboten usw. Während des Mittagessens ging dann die Fahrt übers Ijsselmeer nach Hoorn. Da das Ijsselmeer ohne Schutz zur Nordsee liegt, ist es für die Flußschiffe eine Herausforderung, vor allem bei Windböen oder Sturm.

Das Wetter spielte mit und so konnte auch die von vielen erwartete Überfahrt erfolgen. Hoorn war einst die Hauptstadt des alten Westfriesland und wichtigster Hafen. Während Hollands Blütezeit wurden hier viele Güter der Ostindien – und Westindienkompanie verladen. Von hier aus brach Wilhelm Schouten auf, der die Südspitze Amerikas 1616 umsegelte. Diese nannte er dann nach seiner Geburtsstadt Cap Hoorn. Heute ist sie, wie man beim Rundgang durch die sehr schöne Kleinstadt sehen konnte, ein Fremdenort wo viele Segler ihr Wochenende oder die Ferien verbringen. Viele Neubauten haben sich dem Charakter der Kleinstadt angepasst. Abends begann dann die Heimreise, wobei noch ein Aufenthalt in Arnheim geplant war. Nun erst wurden wir vor dem Stadtrundgang von einem Gewitter heimgesucht. Vor Angst vor dem Regen waren wenige Stadtspaziergänger bei einer Führung unterwegs. Eine Stadt, die aufgrund der Brückenverteidigung und Schlacht von Arnheim 1944 von Oberstleutnant John Frost weltbekannt wurde. Arnheim, eine Kleinstadt mit vielen Geschäften und Neugestaltung prägt das Stadtbild. Sehenswert waren das Stadhuis und der Korenmarkt, die berühmte Sankt-Eusebius-Kirche. Sie ist eine Besonderheit, denn in der Kirche werden alle Arten von Veranstaltungen durchgeführt, sowie Gottesdienste gehalten und auch ein Café lädt zu einem guten Kaffee ein. Auf den Turm der Kirche führt ein Lift, von wo aus man einen sehr guten Blick über die ganze Stadt hat. Die berühmte Brücke und natürlich noch eine Kanone durften zum Abschluss des Stadtrundgangs nicht fehlen. Es war für die Teilnehmer wiederum eine sehr schöne Reise z.T. nach eigenen Vorstellungen, was auch allen viel Freude gemacht hat. Nun war die Heimreise angesagt nach Köln wo der Transferbus uns wiederum an den Bahnhof brachte. Nun ließ man es sich natürlich nicht nehmen, noch ein Kölsch zu genießen bevor man in den ICE einstieg, um nach Maulburg zu gelangen.

            

 

     Bild Internet Text Bruno Sahner